Gute und sichere Wege für Schüler in Menden
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Datum: 19.08.2009Ihre AnsprechpartnerInnen:
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Ingrid Ketzscher ist Vorsitzende des Grünen Ortsverbandes. Sie ist stellv. Sprecherin der Ratsfraktion, Mitglied im Integrationsrat und kinder- und jugendpo-litische Sprecherin der GAL.
... fordern wir Grünen zum heutigen Schulbeginn nach den Sommerferien ein. Mit einer Haltestelle vor dem Bahnhof wollen wir ein Zeichen setzen:
Der Bahnhof muss Verknüpfungspunkt für Bus, Bahn, Rad und Fußgängerverkehr sein. 800 bis 1000 Schüler passieren täglich unseren Bahnhof, deshalb muss er schülerfreundlich gestaltet werden:
- Zur Aufenthaltsqualität gehört, dass Schüler besonders in der kalten Jahreszeit trocken und warm auf Anschlüsse warten können, statt im Regen und Zugwind zu stehen und schon durchgefroren den Schultag antreten müssen.
- Der Durchgang vom Bahnsteig in die Stadt muss großzügig sein, um die Stoßzeiten nicht zu Stoßzeiten untereinander werden zu lassen. Zudem darf das Gelände nicht bis zur Straße hin zugebaut werden, wie es der Breuer-Plan vorsieht. Die Schüler fallen gleich aus dem Durchgang auf die Straße.
- Wir wollen eine Bewegungs- und Aktionsfläche in Bahnhofsnähe, Richtung Bringhof, damit Schüler Wartezeiten sinnvoll nutzen können.
- Die Züge zur Gesamtschule Fröndenberg sind täglich zum Bersten voll. Das ist unerträglich. Hier muss ein Wagen mehr dran, damit Schüler ihren Tag nicht schon unter größtem Stress beginnen.
- Künftig wird es Schüler-Pendelverkehr nach Hemer geben, denn in Hemer gibt es, im Gegensatz zu Menden, eine Gesamtschule. Bahnstrecke nach Hemer muss reaktiviert werden. Förderverein Oesetalbahn und Grüne haben es gemeinsam verhindert, dass Schiene demontiert wird. Die Städte müssen nun beim ZRL einfordern, dass getakteter Verkehr auf die Schiene kommt.
- Die Busse sind ebenso überfüllt. Mendener Vertreter in der MVG-Verbandsversammlung muss sich stark machen dafür, dass mehr Busse eingesetzt werden.
- Überdachungen an den Haltestellen fehlen. Z.B. Westwall ist städtisches Gebäude, prüfen, ob Glasvordach angebracht werden kann. Ein Bürger äußerte in der Presse zurecht: „Wir lassen die Schüler im Regen stehen“
Grundsätzlich gilt: Zu Fuß oder mit dem Rad zur Schule und in die KITA ist für die Kinder gesund, ist gut für die Persönlichkeitsentwicklung und Lernfähigkeit. Dafür brauchen wir die Schulen und KITAS wohnortnah und die Wege und Fahrradwege müssen sicherer werden. Vielerorts können wir in Menden die Kinder nicht mit einem guten Gefühl zu Fuss oder dem Fahrrad in die Schule schicken. Auf schmalen Radwegen, die sich auf schmalen Bürgersteigen befinden, muss man obendrein noch Slalom um Bäume herumfahren, die mittemang im Radweg stehen. Weicht man aus, kollidiert man mit Fußgängern. Andere Wege sind durch den starken KFZ-Verkehr zu gefährlich. Der Verkehrsentwicklungsplan bestätigt unsere Beobachtung. Er sagt aus: In Menden ist die Verkehrspolitik zu stark auf den Autoverkehr ausgerichtet, ÖPNV, Rad- und Fußwege kommen zu kurz.
- Die Fahrtkosten, auch für Schüler, sind so hoch, dass sich immer mehr Menschen keine Fahrkarte für ihre Kinder leisten können, insbesondere bei mehreren Geschwisterkindern kommen sehr hohe Kosten zustande. Das heißt. Wer arm ist, muss laufen, ob sich der Weg eignet oder nicht.
