BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Menden

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Stehen die Belange der Jugend hinten an?

19. März 2009

Das fragt enttäuscht Ingrid Ketzscher, jugendpolitische Sprecherin der GAL, nach der gestrigen Sitzung des Kinder- und Jugendhilfeausschusses.

Sie hatte beantragt, einen Teil des Geländes zwischen Güterbahnhof und Schmelzwerk als Bewegungsfläche für Jugendliche vorzusehen. Dieses Gelände sei als Aktionsfläche deshalb so gut geeignet, weil dort nicht mit einer Lärmbelästigung für unmittelbare Anwohner zu rechnen sei.

Ketzscher fragt weiter: „Wie schnell waren CDU und SPD bereit, zu beantragen, dieses Gelände zu erwerben für einen weiteren Parkplatz. Dagegen zieren sie sich jetzt gemeinsam mit der FDP, einen Teil dieser Fläche als Ausgleich für den Spielflächenmangel in der Innenstadt planungsrechtlich festzuschreiben. Gelten die von Wolfgang Exler (Sprecher der CDU im KJHA) vorgeschobenen Gegenargumente, das Gelände sei nicht städtisch, etwa nur für Bewegungsflächen, nicht aber für einen Parkplatz? Das ist eine sehr seltsame Einstellung für einen Jugendpolitiker!"

Die Fachleute des Jugendbereiches hatten in zahlreichen Stellungnahmen immer wieder eindrücklich auf den gravierenden Mangel an Bewegungs- und Aktionsmöglichkeiten in der Innenstadt insbesondere für Jugendliche und ältere Kinder hingewiesen und diesen Teil des ehemaligen Bahngeländes als hervorragend eingestuft. Dies veranlasste die Grün-Alternative Liste, einen politischen Beschluss in diese Richtung einzufordern. Die Vertreter der Kirchengemeinden und der UWG unterstützten den grünen Antrag.

„Die Jugendpolitiker von CDU und FDP allerdings müssen sich kritisch fragen lassen, warum sie sich hier nicht für die nachgewiesenen Belange der Jugendlichen einsetzen" so Ketzscher. Die GAL jedenfalls wird nicht locker lassen. Sie beantragt für die nächste Sitzung, dass den Jugendpolitikern die fachlichen Stellungnahmen in einer übersicht vorgelegt werden, um die Diskussion darüber weiterzuführen.

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