BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Menden

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Zu den Ideen der Senioren-Union zum Bahnhofsgelände

18. Januar 2009

Am 16.01. veröffentlichten einige Mitglieder der Seniorenunion zur

Gestaltung des Bahnhofsgeländes alternative Ideen zu der vorliegenden

Breuer-Planung. Sie wollen dort ein kulturelles Zentrum erreichten, in

dem VHS, Bücherei, Seniorentreff ihren Platz finden.

Dazu erklärt die GAL

  1. Zu begrüßen an der Idee der Senioren ist natürlich der Grundansatz, sich an den Bedürfnissen der Stadt und ihrer Bürger zu orientieren. Das hatte auch die GAL immer wieder gefordert. Die von uns vor 10 Jahren beantragte Nutzung des Bahnflächenpools hätte genau das ermöglicht: Mit Hilfe von Landeszuschüssen erstmal das Gelände für die Stadt sichern und danach in Ruhe die für Menden sinnvollen Nutzungen entscheiden. Eine Ratsmehrheit hat es anders gewollt und sich für die überlassung an einen privaten Investor entschieden.
  2. Bei Herrn Lohmann ist schon ein bemerkenswerter Wandel festzustellen - immerhin hat gerade er als damaliger Stadtdirektor mit Peter Albert den privaten Investor überhaupt ins Spiel gebracht. Nur durch den damaligen Verkauf des Geländes in private Hände sind wir als Stadt nun immer wieder in der schwierigen Situation, gangbare Kompromisse zu finden zwischen den kommerziellen Ansprüchen von Investoren und stadtverträglichen Planungen.
  3. Natürlich wären einzelne Elemente (speziell z.B. VHS) unter anderen Vorzeichen für eine Ansiedlung am Bahnhof sofort zu überlegen. Einiges davon wurde im Sommer von GAL und anderen ja auch schon angeregt. Leider werfen solche öffentlichen Nutzungen für einen kommerziell orientierten Investor aber nicht die nötigen Erträge ab.
  4. Ein aus öffentlichen Nutzungen zusammengestelltes Großprojekt durch die Stadt selbst zu schultern, ist aufgrund der finanziellen Lage nicht realistisch. Schöne Ideen gab es auch schon viele - nur wenige waren politisch und/oder finanziell wirklich tragfähig. Deshalb müssen die Ideengeber jetzt auch Butter bei die Fische tun:
    Wenn es ein zitiertes "heimisches Unternehmen" gibt, mit dem gemeinsam man die Sache anpacken könnte, dann müssen der Name und ein konkreter Umsetzungsvorschlag auf den Tisch. Und das muss zügig passieren, bevor der Rat über die erneuerten Breuer-Plänen entscheiden soll. Nur dann wird aus einer schön klingenden Idee auch eine realistische Alternative.

Für die GAL

Peter Köhler

(Fraktionssprecher)

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