BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Menden

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Hüingsen ist Verlierer beim A46-Bau

27. Oktober 2009

Der Stadtteil Hüingsen zählt zu den Verlierern durch die Autobahn. Das ist ein Ergebnis der Wirkungsstudie UVP zur A46.

In dieser Studie wird unter anderem die Be- und Entlastungswirkung durch den Weiterbau der A46 untersucht. Und danach ist der Stadtteil Hüingsen klarer Verlierer durch den Autobahnbau. Ohne die A46 werden lt. Studie 10.000 Fahrzeugbewegungen auf der B515n verzeichnet, mit Autobahn wird sich der Verkehr auf 16.000 KFZ erhöhen.

Es wundert uns, dass Herr Exler als CDU-Landtagskandidat den Bau der A46 vorantreiben will. Ist Hüingsen doch sein Stadtteil, für den er bei der Kommunalwahl angetreten ist. Ein Stadtteil, der durch Schwerlastverkehr und die Lage hinter der Bahnschranke bereits jetzt gebeutelt ist und der durch die Autobahn noch stärker durch Lärm, Abgase und Staub belastet wird.

Der Tunnel, den Herr Exler wieder beschwichtigend nennt, wird für die Wohn- und Naherholungsgebiete Hüingsen, Haunsberg, Berkenhofskamp, Rauherfeld und den Obsthof nichts bringen. Wenn er überhaupt gebaut wird, dann verläuft er lediglich unter dem Industriegebiet Horlecke.

Wem nützt die A46 in Menden überhaupt? Die Antwort auf diese Frage fällt laut Studie sehr ernüchternd aus. Die Entlastungswirkung für die Stadtgebiete insgesamt ist sehr gering. Die meisten Mendener erreichen keine Fahrzeitverkürzung. Der gesamte Norden Mendens hat keinerlei Vorteil, auch das Industriegebiet Hämmer profitiert nicht. In Nähe der geplanten Trasse stehen keine Flächen für Industrieansiedlung mehr zur Verfügung, sodass auch das oft genannte Arbeitsplatzargument in sich zusammenfällt.

Der Verlust an Lebensqualität für die Mendener Bürger wird in keiner Weise aufgewogen durch verkehrliche Entlastung oder die Schaffung neuer Arbeitsplätze.

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