BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Menden

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Menden

Offener Brief an die Bürgerinitiative Pro A46

30. Juli 2010

Sehr geehrte Frau Papencordt,

sehr geehrter Herr Vihrog,

sehr geehrter Herr Hakenberg,

erlauben Sie mir, in einem Offenen Brief auf Ihre Darstellungen in der Presse zu antworten.

Respekt bringen wir Menschen entgegen, die sich für gute und gesunde Lebensbedingungen einsetzen. Zu Recht beklagen Sie die starke Lärm- und Schadstoffbelastung z.B. an der B7 und fordern Wohnqualitätsverbesserungen ein. So gesehen decken sich Ihre Ziele mit unseren.

Um sie zu erreichen, gehen die Anstrengungen der Grünen in Richtung Verminderung des Individualverkehrs durch bessere Bus- und Bahnverbindungen, bessere Radwegenetze und die Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene. In diesem Zusammenhang setzen wir uns z.B. für den Erhalt der Schiene Menden-Hemer ein. Eine vernünftige Durchbindung der Schienenverbindung bis in das Ruhrgebiet würde die B7 enorm entlasten.

Aufgrund des Bauvorhabens der A46 sind leider seit Jahrzehnten ernsthafte Anstrengungen für eine Entlastung unterblieben. Die A46 bietet sich aus unserer Sicht aber nicht als Lösung an, denn die minimalen zu erwartenden Entlastungen an einigen Stellen bringen enorme Verkehrsbelastungen in vielen anderen Wohngebieten mit sich. Weder ein Gegeneinander der einzelnen Städte und Stadtteile, noch der Bürgerinitiativen ist hier hilfreich.

Die Vereinbarung im Rot-Grünen Koalitionsvertrag dagegen geht in die richtige Richtung: die Entwicklung von örtlichen entlastenden Alternativen zu umstrittenen Autobahnprojekten. Die vielen engagierten Bürgerinnen und Bürger, die sich für die Lösung unserer Verkehrsprobleme einsetzen, können nun die Chance ergreifen und gemeinsam ein zügiges Entlastungskonzept einfordern, mit Maßnahmen, die nicht andere Bürger belasten.

Wenn Sie zu diesem Zweck Begehungen an der B7, Lärm- und Schadstoffmessungen einfordern, sind wir sofort dabei und unterstützen Sie. Nur bitte keine vermeintlichen Lösungen ansteuern, die auf Kosten anderer gehen.

Mit freundlichem Gruß

Ingrid Ketzscher


 

 

"