BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Menden

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Zum Bericht: „Fünf neue Erzieherinnen eingestellt“

16. Juli 2008

Dass fünf neue Erzieherinnen eingestellt werden in den städtischen

KITAS, ist noch kein Grund, sich auf die Schultern zu klopfen.

Den

Neueinstellungen steht schließlich die Betreuung von 134 Kindern unter

drei Jahren gegenüber. Damit verbunden ist ein großer zeitlicher

Mehraufwand, denn sehr junge Kinder brauchen sehr viel mehr Zuwendung.

Selbstverständlich wird dafür Personal benötigt. Die Qualität in den

Einrichtungen wird sich mit den Einstellungen nicht verbessern lassen,

auch mit diesen neuen Erzieherinnen bleibt der Personalstandard auf

Sparflamme. Denn immer noch sollen die Jahrespraktikantinnen, die in

der Ausbildung sind, nicht zusätzlich in den Gruppen arbeiten, sondern

anstelle einer Zweitkraft. „Kinder, insbesondere die jüngeren unter

drei Jahren brauchen aber kontinuierliche Bezugspersonen. Praktikanten

jedoch wechseln jährlich und sind nicht ständig anwesend. Sie stehen in

der Ausbildung, besuchen neben der Praxis die Schule und müssen sich

auf ihre Abschlussarbeit konzentrieren. Sie können nicht die zweite

feste Kraft ersetzen. Was ist denn, wenn die Erzieherin erkrankt oder

Urlaub nimmt? Dann übernimmt eine Praktikantin, die ihr Praxisjahr

vielleicht gerade erst angefangen hat“ bedenkt Ingrid Ketzscher.

Die Stadt Menden kann sich erst auf die Schultern klopfen, wenn sie

diese Personalpolitik aufgibt, die sie seit vielen Jahren lebt. Mit der

Einführung des einklagbaren Rechtes auf einen Kindergartenplatz mussten

vor Jahren innerhalb kürzester Frist neue Gruppen geschaffen werden. Um

diese Aufgabe stemmen zu können, wurde ein „Notprogramm“ aufgelegt.

Dass die Jahrespraktikantin die zweite Kraft in den Kindergärten

ersetzt, ist nie zurückgenommen worden. Genau das sollte Ziel des

Jugendamtes und des Bündnisses für Familie sein.

Ingrid Ketzscher

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