BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Menden

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Menden

Interkultureller Garten eröffnet

1. Mai 2011

Am Samstag wurde der Interkulturelle Garten offiziell eingeweiht. Rund 30 Parzellen stehen bereit und werden zukünftig von Menschen und Familien aus unterschiedlichen Kulturen bepflanzt und gepflegt. Viele Gespräche, gemeinsames Anpacken und besseres gegenseitiges Verständnis werden sich so automatisch ergeben.

Ein Teil des Geländes soll mit Obstbäumen bepflanzt werden. So haben die Grünen zur Einweihung dann auch ein kleines Apfelbäumchen mitgebracht, das dort nun wurzeln und wachsen wird. Dazu die Grünen-Vorsitzende Ingrid Ketzscher in ihrem Grußwort:

"Zu Hause bin ich dort, wo die Bäume mich kennen! Das sagte ein russischer Schriftsteller. In diesem Sinne wünsche ich unserem Apfelbäumchen, dass es viele liebe Menschen kennenlernt unterschiedlichster Herkunft, dass es zuschaut, wie hier gemeinsam im Garten gearbeitet und geerntet wird, dass es Freude daran hat, wie gut der Apfelkuchen mit seinen Früchten schmeckt...

Die Chancen stehen gut für einen leckeren Apfelkuchen, denn der Baum ist ein Jacob Lebel, ein Baum, der in keinem alten Obstgarten fehlt. Seine äpfel sind klassische Küchenäpfel, gut geeignet zum Kochen und Backen."

 

Die WP berichtet dazu:

Integration, Offenheit, Toleranz, Freundschaft. Diese Worte werden künftig in Menden noch größer geschrieben. Seit Samstag ist in der Carl-Schmöle-Straße zu sehen, dass Integration ein lebendiger Prozess ist. Die Stadt Menden und der Interkulturelle Freundschaftskreis luden zum Spatenstich für den Internationalen Freundschaftsgarten Menden ein. Zahlreiche Gäste wohnten diesem kleinen historischen Augenblick bei.

„Das Thema Integration ist viel zu wichtig, als es im politischen Alltag zerrieben zu sehen", erklärte Bürgermeister Volker Fleige, der die Schirmherrschaft für den Freundschaftsgarten „sehr gern übernommen" hat. Zuwanderung ist nach wie vor ein großes Thema, doch in Menden solle nicht weiter von Zuwanderern oder Mitbürgern mit Migrationshintergrund gesprochen werden. „So wie die ersten Gastarbeiter in Deutschland erheblich zu unserem Wohlstand beitrugen, werden unsere neuen Bürger mit uns gemeinsam am Erhalt unseres Wohlstands arbeiten".

Gleichzeitig freute sich Fleige sehr, dass die Fraktion der Grünen noch einen Apfelbaum zur Eröffnung mitgebracht hatte. Nun sind es also schon zwei Apfelbäume, die in den nächsten Jahren bestimmt viele leckere Früchte tragen werden.

Dann schritt Volker Fleige selbst zur Tat. Mit vollem Körpereinsatz und mit Hilfe der zehnjährigen Ines aus Menden pflanzte er den ersten Baum im Internationalen Freundschaftsgarten. Die Grünen-Vorsitzende Ingrid Ketzscher packte ebenfalls mit an, setzte den zweiten Baum gemeinsam mit der elfjährigen Dilara, der zehnjährigen Aleyna und dem fünfjährigen Ali an seinen Platz. Anschließend lud Boie Peters alle Anwesenden zu Kaffee, Kuchen und anderen Leckereien ein, die der Interkulturelle Freundschaftskreis gestiftet hatte.

Die Stadt ist stolz auf das Projekt. Dennoch werden nach wie vor Sponsoren und Paten für den Garten gesucht. Die Kinder, die am Samstag zu Spaten und Harke griffen, übernehmen auf jeden Fall gern die Patenschaften für ihre Bäume.

Text: Laura Oswald-Jüttner, Foto: WP

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