125 Jahre alte Bahnlinie erhalten oder überbauen?
Artikelinfos:
Datum: 20.11.2007
Historische Entscheidung steht bevor:
125 Jahre alte Bahnlinie erhalten oder überbauen?
Bei dem entscheidenden Spitzengespräch fehlte Menden
Um alle Möglichkeiten für die Bahnverbindung Menden-Hemer auszuloten,
gab es am 24.10.07 ein Spitzengespräch beim zuständigen Zweckverband
Ruhr-Lippe (ZRL). Teilnehmer waren neben dem ZRL auch der Märkische
Kreis sowie die Stadt Hemer. Die eingeladene Stadt Hemer hat an diesem
Gespräch nicht teilgenommen.
„Das finden wir höchst bedauerlich, denn es geht bei der Bahnverbindung
nicht zuletzt um Mendener Belange, es geht um die Entlastung für
Pendler aus Menden, es geht um die Stärkung der Hönnetalbahn, es geht
um klimafreundliche Mobilität. Diese 125 Jahre alte Strecke könnte uns
nützlich sein, den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen und
CO2 einzusparen“ zeigen sich Peter Köhler und Ingrid Ketzscher von der
Grün-Alternativen Ratsfraktion enttäuscht über das mangelnde Engagement
in Menden.
Hängt mit diesem Fehlen auch die von Herrn Düppe vorgeschlagene Vertagung des Antrages der GAL zusammen, mit dem die Verwaltung mögliche Radwegevarianten entwickeln sollte? Es hätte durchaus Sinn gemacht, bei den in Menden anstehenden Beratungen unterschiedliche Varianten eines Radweges zu kennen. Denn immerhin hat sich der ZRL bereiterklärt, zur Landesgartenschau den Betrieb eines historischen Sonderverkehrs zu prüfen. Und das spricht dafür, die Schiene jetzt nicht zu überbauen. Es eröffnet die attraktive Möglichkeit für Jung und Alt, einen Radweg z.B. durch das Oesetal zu bauen und zusätzlich eine Bahnverbindung vom Ruhrgebiet und aus dem Hönnetal zur Landesgartenschau zu erhalten.
Der Landrat schlägt vor, zwischen Fröndenberg und Hemer einen zur Gartenschau passend gestalteten „Gartenschau-Express“ verkehren zu lassen. Darüberhinaus weist der Landrat darauf hin, dass bei Abbau der Schiene die letzten Güterverlademöglichkeiten im weiten Umkreis unwiederbringlich verlorengehen würden.
