Worte zum Jahreswechsel 2008/2009
Artikelinfos:
Datum: 31.12.2008Ihre AnsprechpartnerInnen:
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Peter Köhler ist Sprecher der GAL-Ratsfraktion, Mitglied im Haupt- und Finanzausschuss und Vorsitzender des Betriebsausschusses für Wilhelmshöhe & die städtischen Immobilien. Er ist Vorstandsmitglied des Grünen Ortsverbands.
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Ingrid Ketzscher ist Vorsitzende des Grünen Ortsverbandes. Sie ist stellv. Sprecherin der Ratsfraktion, Mitglied im Integrationsrat und kinder- und jugendpo-litische Sprecherin der GAL.
„Oh mein Gott, hier geht die Erde auf. Das ist großartig!“
Dieser
spontane Ausruf ging vor genau 40 Jahren um die Welt, gesendet aus dem
Raumschiff Apollo8. Das ergreifende Bild des aufgehenden blauen
Planeten Erde hatte die Astronauten bei ihrer ersten Mondumrundung zum
Jahresende 1968 zutiefst beeindruckt, die Erde als grandiose Oase in
den Weiten des Alls.
Das eigentliche Ergebnis des menschlichen Vorstoßes in den Kosmos ist die Entdeckung der Erde mit ihrer faszinierenden Schönheit, einzigartig, unendlich kostbar und verletzlich. Als wesentliche Erkenntnis wuchs die Konzentration auf die Bewahrung unserer Erde.
40 Jahre danach wird immer deutlicher, worum es dabei gehen muss: das Klima schützen, die große Artenvielfalt erhalten, den Frieden bewahren, Ressourcen schonend und nachhaltig wirtschaften.
Diese globalen Ziele lassen sich im Kleinen in Menden ambitioniert verfolgen. Dazu gehört das Setzen eines kommunalen Klimaschutzzieles zur CO2-Minderung, die Nutzung der Sonnenenergie, dazu gehört der Erhalt von Bahnstrecken zur Stärkung der umweltfreundlichen Mobilität ebenso wie die Stärkung des Mendener Wochenmarktes, auf dem wir die bei uns produzierte Ware kaufen können, die nicht klimaschädlich um die halbe Welt transportiert wurde. Dazu gehört der Erhalt eines kleinen ökologisch wertvollen Wäldchens, wie das im Lahrfeld ebenso wie der Schutz von Grundwasserquellen. Und es gehört ein friedliches Miteinander der Menschen unterschiedlicher Herkunft dazu, gerechte Bildungschancen und ein entschlossenes Handeln gegen die wachsende Armut.
Wir brauchen einen Aufbruch in ein Zeitalter der klimabewussten, ökologischen, gerechten und weitsichtigen Politik. Diesen Aufbruch brauchen wir jetzt, bevor der Punkt des „no return“ erreicht ist, an dem es kein Zurück mehr gibt.
Die Botschaft vor 40 Jahren aus dem All, gerichtet an eine Milliarde Menschen lautete: „Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde...und Gott sah, dass es gut war.“
Ingrid Ketzscher
