Bahnhof: Einschätzung und Bürger-Info
Artikelinfos:
Datum: 01.03.2011Ihre AnsprechpartnerInnen:
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Peter Köhler ist Sprecher der GAL-Ratsfraktion, Mitglied im Haupt- und Finanzausschuss und Vorsitzender des Betriebsausschusses für Wilhelmshöhe & die städtischen Immobilien. Er ist Vorstandsmitglied des Grünen Ortsverbands.
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Andreas Salmen ist Ratsmitglied, Mitglied im Ausschuss für Umwelt / Planen / Bauen, im Ausschuss für öffentliche Sicherheit & Ordnung und im Aufsichtsrat der WSG
- Der Erhalt des Bahnhofs und auch seiner Funktion ist nach Aussage der Investoren Ausgangspunkt der Überlegungen zur weiteren Gestaltung des Geländes.
- Die Planungen sehen ein attraktives Bahnhofsumfeld vor, z.B. mit Freiräumen, Hecken, Sitzbänken, großem Solitärbaum, etc. Diese Aufwertung des Geländes führt auch zur Aufwertung der Achse Bahnhof - St.Vincenz.
- Angedacht ist die Nutzung des Bahnhofsgebäudes durch kleine Geschäfte oder auch Gastronomie. Verbunden mit der Gestaltung des Umfelds steigert das die Aufenthaltsqualität für Bahnreisende und Schüler erheblich.
- Die Investoren wissen um die Wichtigkeit der Promenade und haben einen kompletten Erhalt mehrfach betont.
- Die Planung sieht keinen einzelnen großen Klotz à la Breuer vor, sondern mehrere auf dem Gelände verteilte eingeschossige Gebäude (wobei eingeschossig von der Höhe natürlich nicht mit einem Wohngeschoss gleichzusetzen ist).
- Der höhengleiche Bahnübergang ist in den Planungen fest enthalten, der Zugang zum Bahnsteig soll breit und offen werden.
- Die Belange des ÖPNV (Haltebucht für die Linie 24, ggf. Buslinie über das Gelände) und von Fußgängern / Radfahrern (wo sind Zuwegungen, ...) wurden schon zu Beginn der Planungen mit in den Blick genommen.
Am 10. März um 18 Uhr findet im Bürgersaal eine Informationsveranstaltung zur geplanten Bebauung am Bahnhof und am Parkhaus Nordwall statt. Dort könnt kann sich jede/r Bürger/in selbst am besten ein Bild machen.
Natürlich steckt der Teufel oft im Detail. Deswegen wäre der nächste wichtige Schritt, nun einen Bebauungsplan aufzustellen. In ihm könnten die Interessen der Investoren und der Stadt gebündelt und klar fixiert werden. Auch die Bürger hätten im Rahmen des Aufstellungsverfahrens die Möglichkeit, sich mit Eingaben zu beteiligen. Für uns unverständlich haben CDU und USF die Aufstellung im letzten Bauausschuss jedoch vertagt.
Dies ist deshalb besonders ärgerlich, weil uns nun mindestens wieder ein Monat verloren geht, der entscheinend sein könnte für die Sanierung des Bahnsteigs. Die Bahn ist bereit, den Haltepunkt Menden für mehr als 3 Mio. € zu sanieren. Dies macht sie jedoch nur, wenn drei Voraussetzungen erfüllt sind: Der höhengleiche Bahnübergang muss gebaut werden und auf dem Bahnhofsgelände muss eine positive Entwicklung (in diesem Fall: die neue Bebauung) gesichert sein. Zudem sind die Gelder nur bis 2013 reserviert. Wenn die Bahn also diese Gelder bis 2013 verbauen will, muss sie mit den Planungen noch im Sommer beginnen können.
Für all dies wäre der Bebauungsplan die nötige Grundlage. Für ein vernünftiges Aufstellungsverfahren mit guten Beteiligungsmöglichkeiten für die Bürger muss man aber etwa ein halbes Jahr einrechnen. Wir befürchten nun, dass sich die Aufstellung so sehr verzögert, dass die eigentlich bereit stehenden Mittel zur Sanierung des Mendener Bahnsteigs nicht mehr genutzt werden können.
