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Pro-A46 Argumente zerschlagen sich

Artikelinfos:
Datum: 06.01.2012
Ihre AnsprechpartnerInnen:
  • Ingrid Ketzscher Ingrid Ketzscher ist Vorsitzende des Grünen Ortsverbandes. Sie ist stellv. Sprecherin der Ratsfraktion, Mitglied im Integrationsrat und kinder- und jugendpo-litische Sprecherin der GAL.


Die Mendener Grünen reagieren auf die aktuellen Entwicklungen zur A46:

Die von den Befürwortern der A46 vorgebrachten Argumente zerschlagen sich zusehens. Aktuell zeigt sich: Weder die viel beschworene regionale Einigkeit in Politik und Wirtschaft noch der behauptete Bedarf stimmt.

Der Versuch der A46-Befürworter, durch die Unterschrift der Bürgermeister der betroffenen Städte, einen einheitlichen politischen Willen darzustellen, ist bekanntlich gescheitert. Die Bürgermeister der Städte Wickede und Menden haben ein Pro A46 nicht unterschrieben.

Ebensowenig Substanz ist an dem erzeugten Bild, die Wirtschaft fordere unisono den Bau der A46. Eine repräsentative Befragung der Mendener Unternehmer durch die Wirtschaftsförderungsgesellschaft beweist das Gegenteil. Die Frage „Wie zufrieden sind Sie mit der Autobahnanbindung?". beantworteten 6,6 % mit „sehr zufrieden", 42,4 % mit „zufrieden". Nur 27,4 % bewerteten den jetzigen Zustand mit „nicht zufrieden".

Auch das dritte Hauptargument der Befürworter, nämlich die angenommene starke Zunahme des KFZ-Verkehrs, wurde nun durch konkrete Verkehrszählungen des Bundesamtes für Straßenwesen widerlegt. Statt der prognostizierten Steigerungen ging der Verkehr auf der A46 von 2005 bis 2010 im Bereich Hemer um 3% zurück, im Bereich Iserlohn sogar um rund 14%.

Das Fazit der Mendener Grünen:

Alle Argumente für den Bau der A46 sind geplatzt. Als Konsequenz für unsere Region fordern sie eine Berichtigung der Grundlagendaten für die A46 sowie einen aktualisierten interkommunalen Verkehrsentwicklungsplan, der einerseits die Ergebnisse der Verkehrszählung berücksichtigt, andererseits alle Verkehrsträger mit einbezieht.
Denn zweifelsfrei gibt es für unsere Bürger an einigen Stellen Belastungen durch den Autoverkehr. Die können aber nur durch eine Verkehrswende abgemildert werden, die alle Mobilitätsformen intelligent miteinander verknüpft. Das einseitige Schielen auf die Autobahn muss aufhören.

Darüber hinaus regen die Grünen an, die Befragung der WSG gezielt weiterzuführen, um herauszufinden, welche exakten inhaltlichen Defizite in der Anbindung Mendens bei den Firmen gesehen werden, die sich nicht für zufrieden erklärt haben. Mit diesen Ergebnissen könnte man weiterarbeiten und strukturelle Verbesserungen erreichen.


Silhouette Menden