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Treffschließungen: Enttäuschendes Ergebnis im KJHA

Artikelinfos:
Datum: 29.08.2010
Ihre AnsprechpartnerInnen:
  • Michel Krause Michel Krause ist 2. Vorsitzender der Mendener Grünen, Mitglied der Grünen Jugend und vertritt die GAL im Kulturausschuss.


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Zur Sitzung des Kinder- und Jugendhilfeausschusses, in der mit den Stimmen von CDU und FDP mehrheitlich die Schließung des Treffs Platte Heide, der Kinderkluse und der Anlaufstelle für Jugendliche am Papenbusch befürwortet wurde, bezieht Michel Krause, stellv. Vorsitzender der Mendener Grünen, Stellung:

"Die Bilanz, die man aus den Ergebnissen des Kinder- und Jugendhilfeausschusses ziehen muss, ist enttäuschend und bedauernswert.

Natürlich müssen aufgrund der Haushaltslage unangenehme Entscheidungen getroffen werden und natürlich werden alle Streichungen und Kürzungen die letztendlich beschlossen werden müssen schmerzen. Allerdings wundert es mich, dass gerade in dem so wichtigen Bereich der Kinder- und Jugendhilfe, der erst vor kurzem schon ca. eine Million einsparen musste, von CDU und FDP kampflos so wichtige Einrichtungen wie Jugendtreffs aufgegeben werden sollen. Und dies, wo sich doch immer alle Fraktionen und Parteien damit rühmen, dass Kinder und Jugendliche ihnen so ungeheuer wichtig seien und man hier als allerletztes sparen dürfe.

Neben der Aufgabe des Treffs Platte Heide, der zurzeit im Mittelpunkt der Berichterstattung steht, ist auch die Schließung der Kinderkluse, die in ihrem Stadtteil kaum wegzudenkende Arbeit leistet, unverantwortlich. Ebenfalls sollen diejenigen, die für diese Empfehlung an den Rat gestimmt haben, den Jugendlichen der Anlaufstelle Am Papenbusch erklären, warum diese ausgerechnet die Räumlichkeiten verlassen soll, die sich die Jugendlichen durch sehr viel lobenswertes Engagement und Eigenarbeit gerade erst zurechtgemacht und eingerichtet haben.

Dies macht mich besonders traurig im Angesicht der Tatsache, dass sich in der Ausschusssitzung nach einer Weile zeigte, dass es durchaus Lösungswege gibt, um alle Angebote in den Jugendtreffs zu erhalten:
Die vom Kämmerer erlassene Wiederbesetzungssperre sorgt dafür, dass innerhalb dieses Jahres etwa die Hälfte der Stellen in den Treffs auslaufen und nicht wieder besetzt werden sollen. Doch bei den Treffs handelt es sich um eine Pflichtaufgabe, für die die Mendener Politik selbst festlegen muss, was benötigt wird, um sie ordentlich zu erfüllen. Es kann also durchaus vom Rat im Kinder- und Jugendförderplan für die nächsten Jahre festgelegt werden, dass alle Jugendtreffs in diesem Umfang gebraucht werden. Auch finanziell ist das sinnvoll, denn ein funktionierendes Netz von präventiven Angeboten und Anlaufstellen für Jugendliche spart auf Dauer teure Heimunterbringungs- und Betreuungskosten.

Dies ist natürlich keine leichte Aufgabe und setzt den absoluten politischen Willen hierzu voraus. Letztendlich müssen sich jede Kommunalpolitikerin und jeder Kommunalpolitiker fragen, welchen Stellenwert die Jugendangebote und die Jugendförderung für sie/ihn haben. Wenn dieser wirklich so hoch wäre, wie alle Parteien immer behaupten, dann hätten auch CDU und FDP Interesse an einer Lösung zeigen müssen, bei der alle Treffs in vollem Umfang erhalten werden. Dafür, dass es ihnen ja so sehr Leid tut, haben die Ausschussmitglieder dieser Fraktionen jedenfalls sehr schnell ihre Hände für die Schließungen gehoben.

Wir Grünen geben nach der bedauerlichen KJHA-Entscheidung nicht auf, sondern werden weiter für den Erhalt aller Jugendtreffs kämpfen, im Interesse der Kinder und Jugendlichen unserer Stadt!"


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