zur Startseite Menden kann mehr! GRÜNE Menden zur Kommunalwahl 2009

Bündnis 90 Die GRÜNEN Ortsverband Menden

Sie sind hier: Start » Wahlprogramm 2009 » Kinder und Jugendliche stehen im Mittelpunkt

Wahlprogramm 2009: Kinder und Jugendliche stehen im Mittelpunkt

Ob Stadtplanung, Bildungspolitik, Wirtschaft,- Finanz,- oder Verbraucherpolitik - alle politischen Entscheidungen müssen sich daran messen lassen, ob sie im Sinne unserer Kinder und Jugendlichen getroffen werden, ob sie den Lebensbedingungen der Familien in unserer Stadt dienen.

Lassen sich Familie und Beruf vereinbaren, gibt es gute und verlässliche Betreuungseinrichtungen für Kinder aller Altersgruppen, ist die Stadt so gebaut, dass man Kinder draußen spielen lassen kann, finden Jugendliche feste Ansprechpartner in ihrem Stadtteil und haben sie die Möglichkeit, sich zu treffen auf anregenden Flächen?

Antworten auf diese Fragen sagen aus, ob unserer Stadt lebenswert für ihre Familien ist.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf - Gerechte Startchancen von Anfang an

Wir treten ein für ein bedarfsgerechtes und hochwertiges Kinderbetreuungsangebot. Denn die Bildung im Elementarbereich ist ein entscheidender Faktor für den weiteren Lebensweg eines jeden Kindes. Kinder brauchen gerechte Startchancen, Eltern brauchen qualifizierte und verlässlichen Kinderbetreuung in KITAs und bei Tagesmüttern, um ihr Familien- und Berufsleben vernünftig vereinbaren zu können. Immer mehr junge Leute möchten und müssen beides verwirklichen: eine Familiengründung sowie eine berufliche Entwicklung. Besonders Mütter müssen jedoch oft ihren Berufswunsch wegen eines fehlenden oder unzureichenden Kinderbetreuungsangebots zurückstellen. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist nicht zuletzt ein zentraler Schlüssel zur Bekämpfung von Kinderarmut.

Von einem bedarfsgerechten Angebot sind wir in Menden noch weit entfernt. Wir Grünen haben immer die Chance aufgezeigt, die sich durch rückgängige Kinderzahlen im Kindergarten ergibt: Kleinere Gruppen bilden und mehr Ganztagsbetreuung anbieten. Doch diese Chance wurde nicht genügend genutzt. Stattdessen haben CDU, SPD und FDP dafür gestimmt, viele Gruppen zu schließen und Erzieherinnen nicht weiter zu beschäftigen. Am Papenbusch konnten wir Grünen eine Gruppenschließung verhindern.

Gerade kleine Kinder brauchen eine Kontinuität in ihren Beziehungen. Zu viel Personalwechsel verunsichert. Deshalb wollen wir ein vernünftiges Personalentwicklungskonzept, das stabile Beziehungen in den Kindergruppen und eine berufliche Lebensplanung der Erzieherinnen ermöglicht. Wir Grünen haben das Anliegen der Erzieherinnen nach einer besseren Bezahlung und nach einem Gesundheitsvertrag unterstützt. Ihre anspruchsvolle Arbeit musste endlich die Anerkennung erfahren, die sie verdient.

Durch das schwarz-gelbe KinderBildungsgesetz (KiBiz) haben sich die Rahmenbedingungen für Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern verschlechtert. Weniger Personal für Kinder, ausufernde Bürokratie und allgemeine Unterfinanzierung sind nur einige der negativen Folgewirkungen. In Übereinstimmung mit den Gewerkschaften und dem Städte- und Gemeindebund treten wir aktiv für Nachbesserungen ein.

Kinder mit und ohne Behinderung in KITAs

Die Grünen setzen sich seit vielen Jahren dafür ein, dass Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam in wohnortnahen Einrichtungen betreut und gefördert werden, um frühzeitig voneinander und miteinander zu lernen. So entwickeln sich soziale Kompetenzen bei allen Kindern.

Für viele behinderte und von Behinderung bedrohte Kinder ist die Integration in einer Kindergarten-Regelgruppe grundsätzlich gut. Die Rahmenbedingungen, die das Kinderbildungsgesetz der schwarz-gelben Landesregierung vorgibt, sind leider für eine gute Betreuung nicht ausreichend. Die Grünen engagieren sich für kleinere Gruppen und einen besseren Personalschlüssel.

Heilpädagogische Gruppen sind darüber hinaus notwendig, weil die Regelgruppe nicht für alle Kinder geeignet ist. Wahrnehmungsgestörte Kinder z.B. können Reize nicht filter, ihnen ist es in der Regelgruppe zu laut und zu reizüberflutet. Sie brauchen eine andere Umgebung und therapeutische Begleitung. In der heilpädagogischen Einrichtung werden die Kinder optimal gefördert, ohne von ihren Eltern permanent neben der KITA von einem Arzt zum anderen oder zu Therapeuten gefahren zu werden. Wir Grünen wollen heilpädagogische Gruppen wohnortnah. Zurzeit müssen noch alle Kinder, die heilpädagogisch betreut werden sollen, in Nachbarstädte gefahren werden.

Menden an Deiner Seite - Frühe Hilfen für Familien in Menden

Erfahrungen, die ein Kind zu Beginn seines Lebens macht, beeinflussen seine Entwicklung nachhaltig. Der Grundstein für einen vertrauensvollen Blick in die Welt wird gelegt. Damit dies gelingt, will Menden mit dem Projekt „Frühe Hilfen" den Familien zur Seite stehen. Unbemerkte familiäre Überforderungssituationen können zu Vernachlässigung, Missbrauch oder Gewalt gegen Kinder führen. Hilfen, früh genug angesetzt, lassen es nicht so weit kommen.

Ob Familienpaten für die Überbrückung einer schwierigen Zeit, der Treff für junge Mütter, ob Motivationen für die Vorsorgeuntersuchungen, der Einsatz der Hebammen in der Jugendhilfe oder die Besuche des Familienlotsen nach der Geburt eines Kindes - alle diese Projekte wurden gemeinsam mit Fachleuten aus der Jugendhilfe aus den KITAs, den Beratungsstellen, den Wohlfahrtsverbänden, mit Hebammen und Kinderärzten entwickelt. Eine solche multiprofessionelle Vernetzung kann Kinder schützen. Wir Grünen haben diese Konzepte im Bündnis für Familie und in Arbeitsgruppen mit entwickelt und werden diese vorbildliche Entwicklung weiterhin engagiert und kontinuierlich unterstützen.

Spiel- und Bewegungsflächen in unserer Stadt

Kinder brauchen viel Spiel und Bewegung, damit sie sich gesund entwickeln. Wir wollen, dass sich unsere Kinder frei bewegen können in ihrem Viertel, in unserer Stadt auf sicheren Wegen und Plätzen, in einer anregungsreichen Umgebung. Deshalb stimmen wir nicht jedem Vermarktungsvorschlag von städtischen Flächen zu. Das ökologisch hoch entwickelte Wäldchen inmitten des Wohngebietes Lahrfeld z.B. wollten wir als Naturspielraum erhalten. Inzwischen wurde es für ein Wohnhaus geopfert. Darüber hinaus muss es speziell ausgewiesene Plätze geben zum Treffen, Spielen, Toben.

Für ältere Kinder und Jugendliche fehlen Flächen, wo sie Skaten, Kicken, Inlinern können, ohne mit den Anwohnern in Konflikt zu geraten. Das Gelände am ehemaligen Güterbahnhof wäre ideal, da es besonders in der Innenstadt an solchen Möglichkeiten mangelt. Wir Grünen wollen dort eine Jugend-Aktionsfläche, CDU und SPD wollen stattdessen an dieser Stelle Parkplätze vermarkten. Wir geben nicht auf und werden das Thema wieder auf die Tagesordnung heben.

Wir wollen Plätze und Flächen zu Treffpunkten von Jung und Alt machen. Dafür bieten sich der Grünzug Hönne an sowie der alte und neue Rathausvorplatz. Den ersten Schritt haben wir erreicht: Der Platz vor dem alten Rathaus ist autofrei. Folgen muss jetzt bald der Platz vor dem neuen Rathaus.

Die Jugendbildungsstätte Kluse

Wir schätzen die anerkannt gute außerschulische und schulbegleitende Bildungsarbeit der Kluse. Deshalb wollen wir die Raum- und Personalstandards auch in Zeiten knapper Kassen auf dem guten Niveau halten. Grünes Anliegen war es immer, das schöne Außengelände mit Wiese und Ballspielfläche für die Kinder und Jugendlichen zu erhalten. CDU und FDP wollten das Gelände zu Wohnbauzwecken vermarkten. Wir freuen uns, dass dieser Plan aus Gründen des Schallschutzes gescheitert ist und dadurch die guten Bedingungen bleiben können.

Stadtteilarbeit

Die Jugendtreffs Das Zentrum, Treff Platte Heide, Stadtteiltreff Lendringsen, Treff Bösperde bieten Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, mit anderen zusammen zu kommen, Musik zu hören, zu spielen und andere Freizeitmöglichkeiten zu planen und ggfs. dort durchzuführen. Es gibt Projektangebote, Konzerte und Jugendkulturveranstaltungen, Wochenend- und Ferienangebote.

In den Jugendtreffs finden die Kinder und Jugendlichen über Freizeitangebote hinaus auch Ansprechpartner für ihre Sorgen und Nöte. Sie erfahren dort Lebensbegleitung und Orientierung.

Die Treffs leisten mit ihrer Arbeit wichtige präventive Arbeit und sparen der Jugendhilfe auf Dauer Kosten, das hat zuletzt auch der Bericht der Gemeindeprüfungsanstalt bestätigt. Für uns Grüne ist deshalb klar, dass sie in vollem Umfang erhalten bleiben müssen.

Papenbusch

Wie jeder Stadtteil in Menden hat der Papenbusch seinen eigenen Charakter. Der Papenbusch ist ein besonderer Stadtteil mit spezifischen Stärken und spezifischen Problemen. Es ist ein wachsender Stadtteil mit einem höheren Anteil an jungen Familien, der Anteil der Haushalte mit Kindern liegt höher als in der Gesamtstadt. Das ist erfreulich, das sollten wir als Chance begreifen.

Der Anteil der Alleinerziehenden, der Anteil der Hilfeempfänger und der Anteil der Kinder und Jugendlichen aus Spätaussiedlerfamilien liegt über dem Durchschnitt der Gesamtstadt. Deshalb ist eine gute Stadtteilarbeit gerade hier wichtig und kann Konflikte verhindern. Auf einen Grünen Antrag hin wird zusätzlich zur aufsuchenden Jugendarbeit nun auch eine personell besetzte Anlaufstelle geschaffen.

Hier können Sie das komplette Wahlprogramm 2009 als PDF (ca 1.5MB) herunterladen.


Silhouette Menden